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 Über die Traufe überstehende Platten Nächstes Thema anzeigen
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Autor
blauer_phaeton
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Angemeldet: 26.06.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 13:47 Nach oben

Wer hat Erfahrung mit Platten, die 10-15 cm über First oder Traufe überstehen?

Ist dies im Sturmfall für die Statik relevant?

Wer hat Erfahrungen mit derartigen Anlagen?
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Verfasst am: Nach oben

maex
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 16:32 Nach oben

Erfahrungen hab ich damit keine, aber wenn die Module über die Traufe ragen, könnte ich mir gut vorstellen, daß die Dachrinne arbeitslos wird... Rolling Eyes
eggis
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 17:05 Nach oben

blauer_phaeton hat Folgendes geschrieben:
Wer hat Erfahrung mit Platten, die 10-15 cm über First oder Traufe überstehen?

Ist dies im Sturmfall für die Statik relevant?

Wer hat Erfahrungen mit derartigen Anlagen?


Hallo phaeton,

Normalerweise sollten solche Anlagen nicht existieren. Jeder Solarteur sollte wissen welche Windkräfte auftreten können.

MsG
-eggis-

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Meine Anlage auf Sonnenertrag.eu !!!
Langen63
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 17:12 Nach oben

Hallo blauer_phaeton,

blauer_phaeton hat Folgendes geschrieben:
... Platten, die 10-15 cm über First oder Traufe überstehen? Ist dies im Sturmfall für die Statik relevant?


eggis hat recht, diese Anlagen sollten nicht existieren.

Es entstehen starke Kräfte, die im Sturmfall zu Glasbruch führen können. Im Schadensfall wird es relevant und könnte zu Problemen mit Deiner Versicherung führen....

Gruß Langen63

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V_Strom111
Fleißiges Mitglied
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Beiträge: 312
Wohnort: 66280 nördlich von Afrika

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 17:47 Nach oben

Mal ne dumme Anmerkung: Was ist denn Bitteschön der Unterschied zwischen Überstand und Freiland-oderNachgeführte Anlagen? Da kommt doch auch der Wind komplett drunter, oder sehe ich das falsch?

Gruß
Alex

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Photodingsbums
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Angemeldet: 26.06.2008
Beiträge: 1644
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BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 18:03 Nach oben

Das widerspricht allen bestehenden Vorschriften und Montagehinweisen.
Von der Optik gar nicht erst zu sprechen.
Und im Versicherungsfall siehst du da keinen Cent.
Und die Garantie dürfte auch hin sein.
Frag mal bei den Modul- und Gestellherstellern nach.
Die freuen sich bestimmt

Schau auch mal hier: http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=736&highlight=

und hier: http://www.photovoltaikforum.com/ftopic16931-0-asc-30.html

P.S. Copy und Paste ist eine schöne Erfindung Very Happy
eggis
Forumsinventar
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Angemeldet: 09.10.2007
Beiträge: 1388
Wohnort: bei Lübeck

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 18:47 Nach oben

Alex hat Folgendes geschrieben:
Mal ne dumme Anmerkung: Was ist denn Bitteschön der Unterschied zwischen Überstand und Freiland-oderNachgeführte Anlagen? Da kommt doch auch der Wind komplett drunter, oder sehe ich das falsch?

Ich gehe mal davon aus, dass der Wind gerade an Hauswänden seine Geschwindigkeit und seine Kraft entwickelt. Kenne mich mit Aerodynamik aber nicht aus.

-eggis-

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Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 3672

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 19:21 Nach oben

V_Strom111 hat Folgendes geschrieben:
Mal ne dumme Anmerkung: Was ist denn Bitteschön der Unterschied zwischen Überstand und Freiland-oderNachgeführte Anlagen? Da kommt doch auch der Wind komplett drunter, oder sehe ich das falsch?

Gruß
Alex


Der Unterschied ist wohl dass man hier wieder was gefunden hat um die armen Betreiber rund zu machen wenn der Versicherungsfall eintreten sollte, Very Happy
Aber Du hast schon Recht bei Freianlagen oder/und nachgeführten Anlagen würde niemand auf die Idee kommen so zu argumentieren, weil die anderen dann auf die Idee kämen, er könnte was am Kopf haben.
Die DIN 1055 bezieht sich im Prinzip auch nur auf die Statik des darunter stehenden Gebäudes und nicht der PV-Anlage.
Was nicht beachtet wird sind damit die Vorschriften der Gestell- und Modulhersteller.
Wenn man Modul- und Gestellhersteller hat die da Mut zur Lücke haben, kann man auch überbauen. Bei der Traufe ist das sowieso noch am unkritischsten, allerdings hat man dann das Regenwasser der unteren Modulreihe nicht mehr in der Rinne.

Viele Grüße:

Klaus

_________________
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.

[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
Photodingsbums
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Angemeldet: 26.06.2008
Beiträge: 1644
Wohnort: bei mir zu Hause

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 19:34 Nach oben

Problem ist hier wohl eher, dass sich insb. die Versicherung z.B. bei einem Hagelschaden quer stellen könnte, obwohl das bei anderer Montage wohl auch passiert wäre.
maex
Stammmitglied
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Info: Interessent
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 99
Wohnort: Saargebiet

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 19:53 Nach oben

Boelckmoeller3 hat Folgendes geschrieben:
...
Bei der Traufe ist das sowieso noch am unkritischsten, allerdings hat man dann das Regenwasser der unteren Modulreihe nicht mehr in der Rinne.


Ich finde, das sollte man nicht unterschätzen, z. B. weil einem dann vielleicht die ganze Brühe vom Dach ich die Lichtschächte der Kellerfenster läuft... Mad

VG

Maex
Langen63
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 05.12.2007
Beiträge: 405
Wohnort: Rheinland-Pfalz, 54309 Newel

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 20:53 Nach oben

Alex hat Folgendes geschrieben:
Mal ne dumme Anmerkung: Was ist denn Bitteschön der Unterschied zwischen Überstand und Freiland-oderNachgeführte Anlagen? Da kommt doch auch der Wind komplett drunter, oder sehe ich das falsch?

eggis hat Folgendes geschrieben:
Ich gehe mal davon aus, dass der Wind gerade an Hauswänden seine Geschwindigkeit und seine Kraft entwickelt. Kenne mich mit Aerodynamik aber nicht aus.-eggis-


eggis hat recht: Vor kurzem hat ein Statiker hier im Forum was dazugeschrieben, finde ich jetzt auf Anhieb leider nicht... er sprach von sehr hohen Windkräften weit über 150 Kmh, die Glasbruch zur Folge haben können. Also da wollte ich kein Modul sein oder von der Gunst der Versicherer abhängen...

@maex: Du hast recht, die Kellerfenster könnten am Giebel eventuell auch noch von vielem Wasser betroffen sein, das zwischen den Modulen am Überstand runterläuft.

@Photodingsbums: Dein Avatar gefällt mir jetzt besser... und der Hinweis mit den Vorschriften und Optik stimmt total.

@Boelckmoeller3: Ich finde nicht, dass damit untertrieben wird oder das man die PVler rund machen will. An der Traufe wollte ich die Dinger auch nicht drüber haben, denn 1. kannst Du die Rinne nie mehr sauber machen und 2. sind dort meistens Terrassen ... und der Regen schüttet Deine Terrasse dann super voll Wasser.

@V_Strom111: Der Unterschied ist die Windgeschwindigkeit und der Sog, der unter dem Dach viel frapierender wirkt als 3m tiefer im Freiland.

Gruß Langen63

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Alexander Haelbich
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Angemeldet: 18.07.2006
Beiträge: 468
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 18.08.2008, 07:47 Nach oben

Zitat:
Mal ne dumme Anmerkung: Was ist denn Bitteschön der Unterschied zwischen Überstand und Freiland-oderNachgeführte Anlagen? Da kommt doch auch der Wind komplett drunter, oder sehe ich das falsch?


Was noch nicht gesagt wurde. Freilandgestelle sind wesentlich stabiler gebaut und zumindest die meisten sind nicht schwingungsanfällig. Bei schmalen Basisprofilen oder Glasscheiben die über den Rand stehen sieht das anders aus.
phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 727
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 19.08.2008, 20:46 Nach oben

@Langen63: Wenn ein Statiker "Kräfte" in "km/h" angibt, sollte man nachdenklich werden, das ist nämlich Käse.

Darüber hinaus ist nicht gesagt, dass eine direkte Anströmung eines Moduls auf dieses eine Kraft in Windrichtung ausübt. Genausogut (hängt von der Geometrie ab) kann es angesaugt werden. Diesen Effekt (hydrodynamisches Paradoxon) kann man sehr gut bemerken, wenn man im ICE durch einen Tunnel fährt und einem (auf dem Nebengleis...) ein anderer ICE entgegen kommt.

Der langen Rede kurzer Sinn. Die "Statik" behandelt Windkräfte in der Regel nur sehr grob (denn sie gehören eigentlich zur Dynamik, Böen sind viel gefährlicher als dauerhafte Windlast). Wenn Du also Sicherheit haben willst, benötigst Du ein (sehr teures) individuelles Gutachten eines Fachwissenschaftlers. Will man dieses nicht bezahlen, sollte man zur Sicherheit immer auf solche Montageweisen verzichten, die wesentlich von den durch die Hersteller vorgeschlagenen Standardmontage abweichen.

Damit sind Überstände am Dachrand eigentlich ausgeschlossen. Oder trag halt das Risiko selbst.
Ole
Stammmitglied
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Angemeldet: 23.01.2008
Beiträge: 115

BeitragVerfasst am: 19.08.2008, 20:57 Nach oben

Hallo Blauer,
lange Rede kurze Sinn würde mich an Schletter wenden , die können hier die Statik berechnen.
Gruß Ole

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PV-Anlage seit 2003 5,0 kWp Photowatt
Langen63
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 05.12.2007
Beiträge: 405
Wohnort: Rheinland-Pfalz, 54309 Newel

BeitragVerfasst am: 19.08.2008, 22:15 Nach oben

phenning hat Folgendes geschrieben:
... Wenn ein Statiker "Kräfte" in "km/h" angibt, sollte man nachdenklich werden, das ist nämlich Käse.


Das hat er auch so nicht gesagt, sondern darauf hingewiesen, dass diese Geschwindigkeiten erreicht werden.... klar geben Statiker Kräfte in kN an... ist doch logisch (weiß aber nicht jeder Wink )

Gruß Langen63

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